Keyboarderforum by Musiker Lanze

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Thema: Polyphonie

  1. #1
    Junior Member Avatar von Siggibutz
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    Standard Polyphonie

    Hallo zusammen.
    Ich würde gern mal wissen,weshalb ein Oberklasse Keyboard Korg Pax4 128 Stimmig ist und ein Yamaha Genos mit 256 Stimmen daherkommt. Werden die 256 Stimmen den überhaupt jemals vom Keyboard auf einmal dargestellt. Oder auch andersherum,sind 128 Stimmen dann eigentlich nicht zu wenig. Bin in diesen Dingen nicht so bewandert,aber ich möchte mir irgendwann eines von beiden Keyboards zulegen. Bin zur Zeit mit dem PSR 970 für den Heimgebrauch im Gange,.
    Gruss vom Siggi
    Geändert von Siggibutz (26.03.2019 um 09:28 Uhr)

  2. #2
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    Zitat Zitat von Siggibutz Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen.
    Ich würde gern mal wissen,weshalb ein Oberklasse Keyboard Korg Pax4 128 Stimmig ist und ein Yamaha Genos mit 256 Stimmen daherkommt.
    Da wirst Du wohl mal bei den Firmen selber nachfragen müssen warum.

    Werden die 256 Stimmen den überhaupt jemals vom Keyboard auf einmal dargestellt.
    ja...aber nur mal ein Beispiel vom Motif. Da hast Du 128 stimmen.
    Die Sounds des Motif bestehen aber aus mehreren Elementen (Samples).
    Angenommen Du hast da z.Bsp. einen Sound der aus 6 Elements besteht. Spielst Du also jetzt nur einen einzigen Ton sind schon mal 6 Stimmen der Polyphonie weg. Und nun mal einen ganzen 4 stimmigen Akkord macht...24 Stimmen...u.s.w.
    Ich glaube am Genos bestehen die Sounds auch aus mehreren Elementen von daher dürfte es da nicht anders sein. Spielst Du dann da noch mit einem Style der aus mehreren Parts besteht, dann sind auch mal schnell 128 Stimmen weg. Am ehesten merkt man so was, dass grad eben die Polyphonie ausgereizt is, wenn man mal einen String Akkord spielt und dann noch das Sustain Pedal betätigt. Da "reißen" die Strings auch gerne mal schnell ab wenn man an die Grenze der Polyphonie kommt.

    Oder auch andersherum,sind 128 Stimmen dann eigentlich nicht zu wenig.
    Jein...kommt halt immer darauf an was man grad auf dem Keyboard macht. Hat man da z.Bsp. ein Midifile wo alle 16 Tracks verwendet werden, dann kommts da halt auch immer auf das Arrangement an wie die Stimmen da innerhalb des Songs verteilt sind. In der Regel reichen da aber 128 Stimmen.
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  3. #3
    XXL Member Avatar von Peter_Schips
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    Hi !

    "Polyphonie" der große Stolperstein, wenn es um den "vollen Sound" geht. In den 80er Jahren haben wir mit 8 Stimmen Polyphonie locker "Lambada" mit Akkordeon, Begleitgitarre, Bass & Drums realisiert. Es ist eine Sache des Arrangements und der technischen Überlegung, was ist machbar und wo sind die Grenzen. Mit 32 Stimmen Polyphonie waren selbst die Carmina Burana von Carl Orff kein Problem mehr und heute haben wir 64, 128 oder sogar 256 Stimmen zur Verfügung. Wer an die Grenze dieser Polyphonie kommt, sollte sein Sound-Layering im Auge haben und auch sein Arrangement überdenken, denn dann sind dort jede Menge unnötige "Dopplungen" vorhanden.

    Ich sehe immer wieder Leute, welche Sounds "schichten", als wenn es kein Morgen mehr gibt oder Sounddesign so etwas ist, wie der Rekordversuch den "fettesten Hamburger" zu bauen. (Immer noch mehr drauf packen) Das muß dann selbst bei einem 1024 stimmigen Tonerzeuger irgendwann in die Hose gehen. Davon wird der Song aber nicht besser und der Sound auch nicht. Bevor man anfängt die Kiste in den "Polyphonietod" zu stürzen, gilt es Überlegungen bzgl. Arrangements zu machen. Gerade bei den typischen Polyphoniefressern wie "Pads" (welche meist ohnehin schon aus internen Layers bestehen) gilt es ganz besonders auf den "Notensatz" zu achten.

    Mit 4 (simultanen) Tönen plus Drums hat man schon locker ein gesundes Fundament für einen Song gebaut. Da ist bis zur Polygrenze, selbst bei der Verwendung von bereits gelayerten Sounds noch jede Menge Luft.
    Der größte Fehler im Mix ist das "Überfüllen" und "Überlayern" von Sounds, was dann nur matscht, keinen Druck mehr zulässt, da wir mit jeder Menge Verdeckungseffekten zu kämpfen haben und teilweise sogar das Timing kaputt machen, da bei so manchen Instrument bei hoher Polyphonie-Last das Timing nicht unbedingt besser wird.

    Gruß/Peter

    PS: In Sachen Polyphonie gilt die alte Regel: "weniger ist oftmals mehr" !

  4. #4
    Profi Member Avatar von Rico1
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    Hallo,

    ich glaube mal gelesen zu haben, dass sich die 256 Stimmen beim Genos aus 128 für den Stylebereich und 128 für den Midibereich zusammensetzen.

    Gruß Rico
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  5. #5
    Administrator Avatar von Musiker Lanze
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    nee...jetzt fällts mir wieder ein...128 Stimmen fürs Key selber und die anderen 128 für die Sounds aus dem Flash die man zusätzlich im Genos bunkern kann...oder irre ich mich da grad?
    steht auch so in meinem Testbericht zum Genos.
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  6. #6
    Profi Member Avatar von Rico1
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    Hast recht Lanze

    So war das 128 für das Key und 128 für Expansions

    Gruß Rico
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  7. #7
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    Danke an alle , jetzt hab ich was dazu gelernt.
    LG Siggi

  8. #8
    XXL Member Avatar von Peter_Schips
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    Hi ! Korrekt ! Wer also nur mit den Onboard Sounds arbeitet, der kann die volle Performance des Keyboards nicht nutzen. Es macht also absolut Sinn, wenn man z.B. mit optionalen Drumsounds (die gerne ordentlich Polyphonie fressen) arbeitet und das mit den Werkssounds kombiniert. Polymanagement ist eine nicht unwesentliche Aufgabe bei unseren Top Keyboards und macht absolut Sinn, nur leider gibt es vom Hersteller diesbzgl. nur wenig Informationen und schon gar keine hilfreichen Tips & Tricks.

    Gruß/Peter

  9. #9
    Elite Member Avatar von Mr.Tyros
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    Ich bin der Ansicht, dass eine 128 stimmige Polyphonie, welche ja seit Jahren zum Premium-Standard gehört, durchaus outdated ist... Ich habe im T4 (ja, das Teil ist ein paar Jahre älter) schon sehr schnell das Maximum der 128 Stimmen erreicht, in einigen Situationen muss ich sogar extra abspecken, damit ich eben nicht in den Bereich darüber einlaufe.

    Gerade Workstations wie der MOTIF/Montage oder auch Kronos, sind auf Bühnen jeder Band vertreten und nicht selten übernehmen sie einen Großteil der Arbeit. Ein sehr komplexes Ensemble aus Drums, Percussion, Solo und Flächen-Instrumenten sowie FX-Voices können, wenn mit Arpeggio angefeuert, locker weit über die 128 Stimmen hinaus schießen.

    Dabei ist, so zumindest meine Theorie, der Steuerchip, der die MIDI-Signale an den Tongenerator schickt, "schuld" daran, dass er nur 128 Signale simultan verarbeiten kann, hier sollte sich doch im Rahmen der Technik mittlerweile ein Fortschritt gezeigt haben?

    Ich meine, in den 90ern hatte man Keyboards mit 128 Stimmen und man wusste nicht, wohin damit. Heute laufen Gigabyte an Samples im Streaming von einer SSD mit einer Übertragungsrate, die nahezu zero Latenzen besitzt (wenn, dann nur im Nanosekunden-Bereich), Prozessoren, die volle Effektpower beibehalten, obwohl bereits ein neues Setup geladen wurde (SST) oder gleich 9 komplett eigenständige Synthese-Formen in einer Kiste untergebracht.
    Aber bei einer geringen Polyphonie nützt einem das alles was? Gar nüscht. Da kann der Sound noch so gut sein, noch so viele einzelne Samples die Voice so realistisch erklingen lassen, als wäre es das originale Instrument, was wir hören. Der Flaschenhals Polyphonie kann, in komplexen Arrangements, das ganze Teil unnötig ausbremsen.
    No mum, that´s NOT Jack Sparrow, that´s Toumas Holopainen!!!


    Tyros4, MOTIF XF7, Pa3X Le Musikant, PC3Le6, KN5000, Fantom S

  10. #10

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    Nun ja, auch in den 90ern hatten wir Bedarf für mehr, als 128 Stimmen, vor allem die, die wie ich mit mehr, als nur 2 Kanälen live produziert haben.
    MIDI war schon damals das Problem und die Lösung war Layering mit mehreren Sound Modulen.
    Das tun ja die Meisten in dieser Weise nach wie vor und nutzen einfach ein Zweit-KB (oft ein altes).
    Damit haben die Hersteller wenig Veranlassung in mehr zu investieren.

    Der Bedarf mit einem intergrierten Gerät eine ausreichende Zahl an Stimmen zu haben, ist aber definitiv da.

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