Keyboarderforum by Musiker Lanze

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Thema: Polyphonie

  1. #11
    Gott Avatar von Snoopy
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    Na ja,

    wie viel man "braucht" ist immer relativ.

    Ich denke mal, die "Kaufleute" bei den Keyboardherstellern werden den Ingenieuren schon sagen, was "sinnvoll" ist, soll heißen : was sich betriebswirtschaftlich lohnt.

    Eine "Aufrüstung" auf mehr als 128 oder 192 ( Ketron Audya hatte das schon 2011 ) ist halt mit immensen Kosten, da konplette Neukonzeption erforderlich, verbunden. Denn im Prinzip basieren sowohl Genos, PA4X und auch SD90 auf Technik Ende der 90er...

    Da könnte so ein Keyboard schnell mal ein paarhundert Euronen teurer werden, und würde dann evtl. nicht mehr so oft verkauft.

    Hand auf´s Herz : Wieviele Nutzer "brauchen" die 128 Stimmen WIRKLICH ? 5 % oder doch 10 %

    Ich tippe eher auf weniger als 2 %...

    Wer "mehr" braucht nimmt halt Kronos, Montage etc..., aber kein "Entertainer-Keyboard".
    Gruß aus Ostfriesland

    Holger
    - - - - - - - - - - - -
    ( KORG PA4X-76 Musikant / Roland FR-3X )

  2. #12
    XL Member
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    Holger,
    Es ist eigentlich ganz einfach, ein Entertainerkeyboard mit 1024 Polyphone ist genauso sinnvoll wie ein Vulkan zum Zigaretten anzünden.

    Der Midistandard gibt dir genau vor wie viele Daten du seriell übertragen kannst auf 16 Midikanälen. Den Mididatenstrom kannst du noch über den Running Status um bis zu 30% verkleinern bei gleicher Wirkung.
    Das bedeutet dass die Schnittstelle immer eine hohe Priorität hat einfach schon daher dass du Midifiles erstellen kannst , abspielen kannst. Was wäre wenn du einen Style aufnimmst dazu spielst das ganze aber nicht mehr als Midifile abspielen und bearbeiten kannst weil das Timing nicht mehr passt.

    Dieses Problem war beim T2 der Fall und hat dich mit einem Bluescreen belohnt. Das wurde aber schnell geändert durch das Update und Nachfolgegerät.

    Also sollte man mal darüber nachdenken wie Sinnvoll z.B. 512 Polyphonie in einem Entertainerkeyboard sind zudem man diese gar nicht nachrechnen kann! Die Hersteller können dir theoretisch 1024 Polyphone auf den Bauch binden aber in Realtime sind es dann doch nur 256 und keiner würde es merken da er es nicht nachvollziehen kann. Die Angabe bezieht sich immer nur auf den Soundchip nicht mehr nicht weniger. Was da ankommt ist immer abhängig vom Quellcode des Betriebssystems.

    Arbeite ich mit einem Synthesizer dann habe ich in der Regel die komplette Begleitung gar nicht so dass ich komplett diese Kapazitätzen in die Soundprogrammierung stecken kann.

    Wer mit 128 Polyphonie und heute sogar über den Stereo Chip nicht klar kommt der sollte das Problem sicher nicht am Keyboard suchen.
    Ein Entertainerkeyboard ist keine Produktionsmaschine, dafür fehlt es an allen Stellen hinten und vorn. Muss es auch nicht dafür gibt es andere Geräte und Software.

    In einem Testbericht zum Genos war zu lesen "Der Genos ist ein Profigerät für Hobbymusiker". Den Satz fand ich eigentlich sehr passend da er genau das sagt was er kann und wo sein Einsatzgebiet ist. Natürlich kann ich ihn in anderen Bereichen nutzen, ich werde aber immer an irgendwelchen Dingen stossen die mir nicht gefallen.

    Für den Bereich wo er gemacht ist, klingt er den Umständen entsprechend, man kann weit mehr herausholen wenn Yamaha wollte aber da es das erste Gerät in der Serie ist kann man davon ausgehen dass eben das nur der Anfang ist. Er wird aber niemals einer vollwertigen Workstation in der Soundprogrammierung mithalten können auch wenn er den gleichen Soundchip und DSPs nutzt. Das Betriebssystem wird immer auf den Hauptanwendungsbereich und das sind Styles und fertige Presetsounds liegen.

    Was hier verwechselt wird von manchem Vorredner sind Dinge die für Timingprobleme verantwortlich sind , die aber nicht an der Polyphonie liegen sondern am Datendurchfluss der einfach physikalisch begrenzt ist. Denn in einem modernen Entertainerkeyboard wird vom OS die Mididaten so verwaltet dass man in der Regel es gar nicht bemerkt wenn die Grenze der Polyphonie überschritten wird.

    Es gibt also Dinge da kann man darüber Diskutieren aber auf einen Nenner wird man nicht kommen da es einfach an Informationen fehlt wie die Verwaltung im Keyobard abläuft, dazu müsste man den Quellcode des Betriebssystems kennen und die Entwicklung des Soundboards. Und wenn mich einer fragt würde ich sogar tippen dass selbst Yamaha in Japan dass gar nicht ganz genau weis. Der Grund ist einfach, weil es in der Regel auch keinen Interessiert. Wenn Probleme auftreten im normalen Spielbetrieb wird da angesetzt und durch ein Update der Fehler beseitigt. Es kann nur die Software verändert werden um die Polyphonie in einem Keyboard anzupassen nicht die Hardware und glaubt mir da ist noch ne Menge Spielraum und Möglichkeiten Einstellungen in allen Richtungen zu machen.

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