Keyboarderforum by Musiker Lanze

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Thema: Korg Monopoly

  1. #1
    Profi Member Avatar von Balou
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    Standard Korg Monopoly

    Hier sieht man wieder einmal wer in Sachen Innovation vorne liegt:


    https://m.youtube.com/watch?v=XxEUNki7iXE



    Ein passenden Bericht dazu gibt es hier:

    https://www.keyboards.de/stories/kor...m_medium=email

    VG

    Balou
    Geändert von Balou (07.04.2018 um 11:20 Uhr)

  2. #2
    Gott Avatar von TMT
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    Hallo Balou,

    die Idee ist sicherlich witzig, aber schon oberflächlich betrachtet erkenne ich keinen Gewinn daraus. Genausogut hätte ein E-Gitarrist seine Potikappen abnehmen können und mit kleinen Spielfiguren ersetzen können, denk ich dann an einen Synth, dann hätte man Spielzeug-Gummi-Soldaten als Potikappen verwenden können. Es sorgt für ein gewisses Aufsehen, Gerede und Gelächter, Polarisierung. In der Zeit wo Medien sich bewusst um Aufmerksamkeit ringeln, ein wirtschaftliches Denken. Bei näherer Betrachtung sehe ich es so, das es eine Option ist, alles gut, wenn das Eigentliche darunter nicht leidet, wenn das Eigentliche darunter gewinnt, wie weil man z.B. Drehreglern eine "Ikone" verpasst und damit diese schneller erkannt werden kann man das gut finden.

    Im Betrieb haben wir viele Maschinen, wo auch Bilder eingesetzt werden, weil man eine Vereinfachung damit erdenkt. In der Praxis ist der Gewinn minimal, denn das was es bei einer Maschine an Vorteil bringt, verliert es bei der Nächsten. Das hat damit zu tun, das es keine Einigung gibt, was solche Bilder/Figuren-Zuweisung verallgemeinert. Sonst müssten z.B. möglichst alle Hersteller als Cutoff einen Bären nehmen, als Resonanz einen Leguan, die ADSR z.B. die Affensorten "blind, taub, schämen & stumm" ;-)

    Die Innovation greift für mich oberflächlich betrachtet nicht weiter als das ich etwas Umlackiere. So gesehen würde Roland den Innovations-Zuspruch bei Synth bekommen (Roland Jupiter 8). Da jedoch Games (wie auch im Rechner) bei Weitem mehr bieten als Bilder, Figuren, etc. schmeißt das die neue Synth-Fraktion an. Du fährst ein Autorennen, mit der Geschwindigkeit ändert sich die Lautstärke, Links und Rechts steuert zB. Pitch, der Ganghebel wird zum Variation-Sound-Schalter, Licht schaltet einen Hall-Effekt an, die Rennbahn ist eine vorgegebne Arp-Melodie, die Bremse macht die Modulation, beim bremsen bis zum Anhalten gibts ein Ending.... ...u.s.w.

    Innovation? Ich denke eher Spiel der Ideen mit wirtschaftlichem Hintergrunddenken... ...aber einen Gegensatz zu seriös muss es eben auch geben, und wenn einer beides kann, dann ist das vielfältig, aber wenig innovativ aus meiner Sicht. Eine Innovation wäre z.B. eine Kombination aus sinnvollen Strukturen, so wie der festverdrahtete nicht-modulare Synth-Schaltkreis.

    So gesehen ist der letzte sinnvolle innovative Synth, welchen ich erkannt habe - im Ansatz* der Yamaha Reface CS. Eine fein abgestimmte Reduktion auf das Wesentliche mit dem Ziel möglichst viel mit wenig zu erreichen. Der große Fehldenken bei dem Synth war der interne Verzicht auf die Anschlagsdynamik des Soundgenerators, das schränkt zu sehr ein und raubt auch massive Anteile an den Soundmöglichkeiten, so beschnitten ist das ein Synth als "Orgel-Synth" betrachtet, dann is alles gut, damit hebt sich das Sternchen im Ansatz auch wieder auf.

    Grüße,
    Takita
    Geändert von TMT (07.04.2018 um 12:08 Uhr)
    TAKITA MAYA TERENSIL @ YOUTUBE

  3. #3
    Profi Member Avatar von Balou
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    Hallo Rene,

    ist TMT eine Abkürzung für „too much text“?

    Die Innovation liegt in der Anpassung bzw. Adaption vieler teuerer Analogboliden als App für kleines Geld. Wenn man dabei mit kleinen Gimmicks noch Leute gewinnen kann, die eine komplexe Bedienoberfläche bisher abgeschreckt hat, dann ist das für mich auch ein innovativer Ansatz.

    VG

    Balou

  4. #4
    Gott Avatar von TMT
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    Balou, das habe ich doch geschrieben, Farbgebungen machen ja auch Sinn, es wird etwas geordnet und struckturiert. Jedoch das ist doch nur in soweit innovativ, wie es allgemein immer verwendet wird in einer Strucktur. Versucht man das zu zersetzen, um es deutlicher zu machen, bildet man ein dann chaoshaftes Gegenteil. Als Beispiel könnte man eine Quantenbedienung in Synthstruckturen auf Touch-Monitor-Oberflächen entwickeln. Dann bewegen sich durch Randomgeneratoren die Bedieneinheiten unvorhersehbar auf der Oberfläche - ist das kombiniert mit festgelegten Feldern, weiß ich beim nächsten Griff zum Platz X nicht was ich bedienen werde. Treibt man das auf die Spitze, und legt Random-Generatoren auch auf nicht definierte Felder, dann ist es möglich das ich ins Leere greife.

    Darin unterscheidet sich für mich Innovation von Vielfältigkeit. Ich erkenne darin nichts Neues. Was ist daran neu, das analoge Synth-Saurier oder Keys, etc. als App oder Software nicht nur billiger gemacht werden, nach Dir also die Anpassung bzw. Adaption auf eine einheitliche Bedienoberfläche?

    Das ist doch nicht neu, ich kaufe einen Midi-Controller und bediene viele Synth/Klangerzeuger mit gleicher Oberfläche - und diese ist bei Weitem mit z.B. 8 Drehreglern + 8 Schiebereglern nicht zu komplex oder? Die Zuweisungen werden ja als Templates mitgeliefert...

    Ich versuche ja zu verstehen - was daran innovativ sein soll? Wenn etwas, dann das Marketing - mehr kann ich da nicht sehen. Soundtechnisch bringt es auch absolut 0 Mehrgewinn und wie gesagt vereinheitliche Bedienoberflächen - die Idee muss schon sehr, sehr alt sein...

    Evtl. ist das auch nur Ansichtssache.

    TMT - too much Text - diese Welt bietet einfach soviel, Smileys vereinfachen das - ich verstehe... ...vergiss meine Texte, ich schich Dir ein Bild:



    Nimm mir das bloß nicht übel - ja?

    Grüße,
    takita
    Geändert von TMT (07.04.2018 um 13:26 Uhr)
    TAKITA MAYA TERENSIL @ YOUTUBE

  5. #5
    Senior Member Avatar von Nordlicht
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    Naja, ich würde sagen, dass das bunte Spiel-Update für die an sich tolle Synth-App maximal als Gimmick bezeichnet werden kann, letzlich aber für Musiker vollkommen überflüssig ist.

    Richtig ist, dass Korg auch in meinen Augen sehr innovativ und lebendig ist und durch eine riesengroße Palette an großen und kleinen Instrumenten für jeden Geldbeutel und jede Musikrichtung, Apps, Neuauflagen von analogen Klassikern (wenn auch leider mit diesen unsäglichen Minitasten) u.v.a.m. am Markt vertreten ist.

  6. #6
    Gott Avatar von TMT
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    Ich habe mal ein kleines, einfaches Bild gemacht, wie sich die Vorstellung der App in Hardware aussehen könnte, dabei muss man die Oberfläche des Monopoly-Brettes als frei zu gestaltene Bedienfläche verstehen und sich komplexer erdenken, mangels meiner fehlenden grafischen Fähigkeiten.

    Wenn man damit wirklich mehrere oder alternative Synths, wie im Roland System 8 dann steuern kann, das kann ja auch teilw. und möglicher Weise sogar modular dann verstanden werden, wie Arturia Origin funktioniert. Dann ist das ein mächtiges Spielzeug im wahrsten Sinne des Wortes. Mich schreckt die gedachte Optik ab, aber das Aussen ist eben auch Geschmackssache - interessant iss allemal.

    this is only a fake of a possible hardware
    TAKITA MAYA TERENSIL @ YOUTUBE

  7. #7
    Profi Member Avatar von musikcity
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    Innovationen ist heute ALLES was den eigenen Horizont erweitert, und für Korg wie auch für ALLE anderen Instrumentenhersteller ist die Reduktion des aktiven Musizierens das Hauptproblem, JEDE Koop. welche da möglich ist mit anderen Bereichen ist sinnvoll und alleine der NAME Monopoly ist da natürlich TOP.

    Auch ich teste neue Apps zur Probe welche im Bildungssektor weltweit genutzt werden und immer in Verbindung mit musizieren stehen.

    ICH finde leider aktuell die Instrumentenbranche nicht als innovativ ... da gingen - finde ich - noch VIEL mehr Sachen.... ABER die Industrie hat aktuell einfach auch ein Kohle-Problem um in Sachen Entwicklung da größere Fässer aufmachen zu können, da ist es lustig dass kleine innovatoren die "großen" vorantreiben..

    Korg ist leider Recht spät aufgewacht .. ABER die Starts mit den "Minis" vor ein paar Jahren oder Prologue zeigen dass Sie auf IHRE alten Tugenden setzen müssen.

    Den Kronos hatte ich ich ja vor X Jahren schon in Erfurt dabei .. und trotzdem dauerte es JAHRE bis das auch bei einigen Musikern ankam *gg*.
    Oft hängt man an alten Zöpfen -- auch ich. Der Blick in den Spiegel hilft oft.

    Ich freu mich auf die Musikmesse, bei welcher ich fast immer "kleine" innovativen Diamanten fand .. oft im Rohzustand .. aber EINIGE setzten sich durch.
    Klar ist im Synth Bereich durch Umzug des Superbooth von Frankfurt nach Berlin Tastenmässig nicht alles .. aber ich freu mich auf JEDEN.

    Gruß aus Pforzheim
    frank
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  8. #8
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    So wirklich innovativ ist ja eigentlich nicht mehr so viel.

    Roland mit der Boutique & System/TR Serie, Yamaha Reface, Behringer auch nen Haufen Clones.
    Zudem noch allerhand Umsetzungen von Legacy Instrumenten auf VSTi.

    Ich will nicht damit sagen, dass diese Instrumente schlecht sind, sie sind sogar mehr als gelungen!
    Aber halt nicht wirklich etwas innovatives.

    Einzig Waldorf mit dem Quantum hat imho mal was neues geschaffen.

  9. #9
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    Hey M4L - endlich hast Du YT geöffnet, da hör ich mal rein!

    Innovation ist ja auch etwas was sich etablieren muss, kleine Veränderungen jedoch können ja auch schon viel bewirken. Wenn ich an die Innovationen der Elektronik-Musik-Geschichte denke - ist da viel passiert. So sind beispielsweise heute Bearbeitungen, welche ursprünglich aus der modularen substr. Synthese kommen innerhalb des Keys selbstverständlich, oder Samples als Oszillatoren, etc.. Plug-Out-Synth (Roland System 8) ist ja auch eine Idee, welche es früher nicht gab, da gabs zum Beispiel Plug-In (Yamaha) . Flashram ist ja auch wieder ein Sprung gewesen... Oder der Joystick anstatt Pitch+Mod/etc..Räder/Flächen... Grafikdisplays/Touch, volle Speicherbarkeit oder Automationen ... ...alles Innovationen, welche sich etablierten.

    Wenn heute jemand ne kleine und doch große Veränderung in das Spiel bringt, dann fällts gar nicht mehr so auf, ich denke da grad z.B. an VCM (um mal das in dessen schon etwas ältere Effekt-Modeling zu nennen). Auch digitale Modularität, irgendwann ein Novum, da dort mit der festen Architektur begonnen wurde (Clavia Nord Lead 1 - VA 1995! (recht spät). Heute in vielen Synths selbstverständlich...

    ...ich denke man ist einfach "betriebsblind" bzw. verwöhnt und sieht die Innovationen nicht mehr - hält alles für normal, ja klar die Innovation ist ja längst bekannt. Kommt dann was wirklich Neues und Fremdes, schreckt es auch erstmal ab, bis es sich etabliert und die innovative Idee wirklich zur erkennbaren Innovation wird.

    Roland wurde ja auch lange mit D-Beam belächelt - ich finds eigentlich gut. Bald kommen gewiss in Hardwares dauerhaft veränderbare Touch-Oberflächen raus, welche angepasst nach Wünschen werden können.... Und dann? 3D Felder... Und dann? 3D Virtual Studio? Ich stell mir grad vor wie man dort mit rel. wenig Elektronik in einem speziellen, eher freien Raum sitzt und eine art Shader-Helm auf hat. Welcher Speakersimulation, Mikrosimulation und Studio-Hardware/Software-Grafiksimulation. Dann wählt man ein Key, Yamaha CS 80 rechts und dann steht es da. So kann man es mit speziellen Handschuhen spielen. Dann wählt man ein Key mittig: Korg Kronos CC 2035 - und zack stehts auch virtuell vor einem. Als Sequencer wählt man eine Retro-Kiste: Yamaha RM1x und patcht virtuell die Midi-Kabel, dann zoomt man den RM1x auf 34zoll, weil sonst kann man den eig. nicht so gut bedienen und legt eine virtuelle Diskette ein....

    ...ein wenig innovatives Gespinne. Dann die Speaker-Simulation: B&W Nautilus... ...ach mist - nur im teuren Premium Abonnement freigeschalten....


    Grüße,
    takita
    Geändert von TMT (13.04.2018 um 23:20 Uhr)
    TAKITA MAYA TERENSIL @ YOUTUBE

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