Keyboarderforum by Musiker Lanze

Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
    King Avatar von Georg
    Registriert seit
    22.12.2004
    Ort
    Hannover-Wettbergen
    Beiträge
    949

    Standard Löffelmusik Barpiano

    Wer eventuell diese Stilrichtung verfolgt oder einmal ein paar Anregungen brauchen kann, wie man das effektvoll umsetzt, dem seien diese Videos empfohlen, von denen ich eins einmal hier verlinke,



    Dies ist jetzt zwar Solopiano und wird sicherlich technisch jemanden, der ausschließlich Keyboard spielt vor einiger Herausforderung stellen aber die Tipps und kleinen Tricks, wie man insbesondere im Melodiebereich diesen speziellen Sound erreichen kann sind auch auf dem Keyboard gut umsetzbar. Wenn man das Ganze dann mit einem stark ausgedünnten jazzähnlichen Style unterlegt, kann man alleine mit einem Klaviersound in der rechten Hand und Beachtung der kleinen Tipps und Tricks schon sehr hübsche und brauchbare Effekte erzielen. Es gibt von dem selben Pianisten noch eine ganze Reihe anderer dann mehr am Jazz orientierter Videos, die dem Interessierten durchaus Hilfestellung geben.

    Kleiner Nachteil ist, dass die Videos in Englisch sind. Allerdings lässt sich auch mit rudimentären Englischkenntnissen – so wie bei mir – mit etwas Konzentration durchaus dem folgen, um was es geht.
    Geändert von Musiker Lanze (12.02.2018 um 10:33 Uhr) Grund: Verwende doch einfach den BB Code, da wird das Video hier direkt dargestellt. ;)

  2. #2
    Gott Avatar von TMT
    Registriert seit
    06.09.2014
    Ort
    Hilter bei Osnabrück Niedersachsen
    Beiträge
    1.316

    Standard

    Hey sehr cool!


    Grüße,
    René
    TAKITA MAYA TERENSIL @ YOUTUBE

  3. #3
    Elite Member
    Registriert seit
    02.09.2012
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    713

    Standard

    Hallo Georg,
    interessanter Link.
    Das größte Problem sehe ich weniger in der Spielweise hinsichtlich der Oktavierung etc., sondern im Fachwissen um die Harmonisierung und des Fingersatzes.
    Du hast es einleitend angesprochen, wer Keyboard spielt, wird mit großem Erstaunen erkennen, dass er auf dem Klavier nix zustande bringt. Der Anschlag ist ein völlig anderer. Beim Wechsel vom Keyboard zum Klavier merke ich es besonders an der unterschiedlichen kraft der Finger. Der kleine Finger ist der Schwächling. Somit ist es extrem schwierig, ohne einen korrekten Fingersatz einen gleichen Tastendruck zu erzeugen.
    Dann kommt noch hinzu, dass das Spiel der linken Hand auf dem Keyboard akkordbasiert ist.
    Das wird im Video nur für die rechte Hand angesprochen, also im Zusammenhang mit einer Oktavierung. In der Musikausbildung macht man insofern in den ersten Stunden Fingerübungen mit dem korrekten Fingersatz und erreicht dann irgendwann auch die Geläufigkeit beider Hände.
    Im Keyboardspiel erkennt man die Lücken dann sehr schnell, wenn die linke Hand in einzelnen Noten notiert ist. Hier kommt dann noch der Bassschlüssel hinzu. Da hat das Gehirn gewaltig dran zu arbeiten.
    Gruß Lutz

  4. #4
    King Avatar von Georg
    Registriert seit
    22.12.2004
    Ort
    Hannover-Wettbergen
    Beiträge
    949

    Standard

    Mir ging es bei der Anregung nicht darum, Anregungen für das Solospiel alleine mit Klavier zu geben,sondern einmal auf gewisse Techniken hinzuweisen,die auch reinen Keyboardspieler die Möglichkeit eröffnen würden, ansatzweise den speziellen Sound zu erzielen, der für dieses Genre typisch ist. Dazu braucht man weder ein echtes Klavier (Hammertastatur), noch eine profunde Klaviertechnik in beiden Händen.

    Daher auch den Hinweis auf die Handhabung der Begleitung mit einem passenden Style.

    Wenn man alleine die Technik für die rechte Hand übernimmt und sich mit einem deutlich abgespeckten Style aus dem Bereich des Jazz begleitet, erreicht man schon recht gut klingenden und sicherlich für diesen Zweck durchaus verwertbare Ergebnisse, um vielleicht im Bereich der Hintergrundmusik eine sehr typische und andere Stylistik zu erreichen. Wenn man sich die Videos einmal etwas weiter ansieht, stellt man fest, dass sicher die rechte Hand nicht auf das schlichte Octavieren der Melodie beschränkt. Dünnt man nämlich den Style entsprechend aus, lassen sich ohne Probleme auch ohne Oktakgriffe - das Ganze soll ja auch noch technisch beherrschbar sein, ohne erst Monate lang üben zu müssen – alleine durch die Verwendung von Akkorderweiterungen (beispielsweise Sexten und Nonen) gutklingende Effekte erzielen.

    Wenn man dann noch zusätzlich, die auf einen PA 4 X, dann richtig gut klingendes Flügelhorn hat, steht einem eigentlich der gesamte Fundus an Melodien zur Verfügung, die man sonst beispielsweise auch in anderen Zusammenhang spielt und die mit dieser Stilistik einen ganz anderen Charakter bekommen. Wenn die Stücke selber dann von den Harmonie vielleicht etwas einfach sind,weil sie aus einem Bereich stammen, in dem die Akkorderweiterungen nicht üblich sind, kann man auch mit vielleicht nur grundlegenden Kenntnissen der Harmonielehre ohne Probleme die Harmonie anreichern, um den auch für dieses Genre typischen Sound zu erreichen.

    Das Ganze ist für den Start gar nicht so kompliziert, wie Lutz es hier darstellt, dann seine Hinweise beziehen sich eher auf das Spiel nur mit dem Klavier. Dann erfordert natürlich auch dieses Genre eine profunde Technik, um die es mir aber gar nicht geht.

    Wer sich vielleicht einmal grundsätzlich mit der Frage der etwas anderen Art der „Löffelmusik“ befassen will, sollte ruhig einmal den Mut haben, es auszuprobieren. Der Versuch lohnt sich allemal.

  5. #5
    Super-Moderator Avatar von Daniel83
    Registriert seit
    22.04.2004
    Ort
    Schortens
    Beiträge
    1.748

    Standard

    Leider sind dann keine Hände mehr frei, um diese Musik mit einem tollen Wein und einer guten Zigarre zu genießen, aber solche Tipps sind immer gut. Ich muss gestehen, dass ich diesen "Lounge Piano"-Style echt mag. Vielleicht sollte ich mir mal paar Noten suchen. Ich finde es übrigens sehr gut, dass man im Video oben sieht, welche Tasten er gerade spielt.

  6. #6
    Elite Member
    Registriert seit
    02.09.2012
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    713

    Standard

    Zitat Zitat von Georg Beitrag anzeigen
    Wenn man alleine die Technik für die rechte Hand übernimmt und sich mit einem deutlich abgespeckten Style aus dem Bereich des Jazz begleitet, erreicht man schon recht gut klingenden und sicherlich für diesen Zweck durchaus verwertbare Ergebnisse.
    Georg, da stimme ich absolut zu, nur ist dies ohne profunde musikalische Kenntnisse leider nicht möglich. Bei der Oktavierung geht das gerade noch locker, denn da finden sich bereits andere technische Hilfen gerade beim Keyboard durch die Wahl von Voices (Oktavpiano), die bereits oktaviert sind. Sollte es andere Stimmen betreffen, also im Bereich E-Piano, so gelingt das leicht mithilfe der Harmonisierung.

    Denn sonst wäre das gar nicht so leicht machbar, da der Griffbereich der Hand dies oft nicht ganz so einfach zulässt. Wer kann schon für alle Tonarten Oktaven greifen?
    Hinsichtlich der Verwendung von Terzen ist die Musiklehre die wichtige Voraussetzung, denn sonst gelingt es nicht Melodienoten in Terzen zu setzen. Wer das nicht kann, müsste notfalls wieder auf die Harmonisierung, bzw. die Transponierung durch die Technik zurückgreifen.

    Weiter zur angesprochenen Chromatisierung als Ergänzung zur Melodie. Ohne den entsprechenden Fingersatz sitzt man hinterher mit verknoteten Fingern vor dem Keyboard. C-Dur kann man locker chromatisch verwirklichen, denn das gibt die Tastatur vor. Allerdings beginnt das Drama dann, wenn du etwas beispielsweise in ES-Dur spielst und willst dies dann chromatisch ergänzen. Die Schwierigkeit ist neben dem Fingersatz auch die Fähigkeit alle Tonleitern zu spielen. Viel Spaß dabei.

    Meine Hinweise bezogen sich also keineswegs allein auf das Klavier, dies betrifft jedes Tasteninstrument, das auf einer Klavierklaviatur aufbaut.

    Bei der Begleitung durch die linke Hand kann man natürlich akkordbasiert spielen, doch für die angesprochene Stilrichtung, die eindeutig auf ein Piano bezogen ist, reicht das in keinster Weise, denn das hier auch vorgeführte Spiel zeigt das Spiel von Einzelnoten in der linken Hand, die dem Spiel der rechten Hand die notwendigen Akzente setzen.

    Klar kann ich einen Lounge-Piano-Style wählen und hier die überflüssigen Parts rausnehmen, doch dann basiert das immer noch auf einem Akkordspiel. Barmusik wird in erster Linie auf einem Klavier gespielt.
    Gruß Lutz

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •