Keyboarderforum by Musiker Lanze

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    Elite Member Avatar von Mr.Tyros
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    Beitrag Keine (d)Ratlosigkeit beim Singen: t.bone TWS 16

    Ich hab mich immer vor´m singen gesträubt... Aber mittlerweile habe ich Lust darauf!
    Doch leider kann ich mich absolut nicht damit anfreunden, ein fettes Mikrofon samt Galgen vor der Gosche zu haben!

    Nachdem ich beim letzten Test einer Drahtlos-Anlage für Gitarren eher enttäuscht wurde und mit Eigenmarken generell ziemlich ungut gesonnen sind, war ich sehr skeptisch, als ich mir für wenig Geld eine Mikrofon-Drahtlos-Anlage von der Thomann-Eigenmarke t.bone geordert habe.
    Ob diese Zweifel begründet sind, sich das Teil eignet oder doch nur günstiger Tinnef ist, gucken wir uns heute an!

    Beim t.bone TWS 16 handelt es sich um ein Set, bestehend aus Bodypack, Empfänger sowie Headset-Mikrofon, welches für gerade mal 149€ zu haben ist. Die Funkanlage bietet 16 Kanäle mit 14 schaltbaren Frequenzen, welche allesamt anmeldefrei und somit für jedermann nutzbar sind! Es können maximal 3 Anlagen simultan betrieben werden, dank schaltbaren Frequenzen und Kanälen sollte es aber schwer werden, sich da in die Quere zu kommen.

    Die Funkstrecke kommt als Komplettpaket in einer Box und besteht aus Sender, Empfänger, Kabelage und Bedienungsanleitung. Ein Netzteil liegt ebenfalls bei, die für den Betrieb des Bodypacks nötigen AA-Batterien leider nicht. Egal, ein paar Duracell hat bestimmt jeder irgendwo rum fliegen.
    Des Weiteren befindet sich Rack-Zubehör dabei. Ein Rack-Ohr, sowie eine Verbindung, um aus zwei Empfängern eine 19''-Einheit auf 1HE zu bilden. Da kein zweites Rack-Ohr beiliegt, kann man es also ohne 2. Empfänger nicht ins Rack bauen. Es wäre wenn, dann sowieso nur ein 9,5''-Gerät, aber wer basteln mag, wird das auch hinbekommen!

    Beide Komponenten bestehen aus Kunststoff, vermutlich ABS. Nicht der hochwertigste, gerade das Bodypack schreit danach, es mit Panzertape zusätzlich zu fixieren, aber für das Geld erwartete ich auch nicht mehr.
    Die Frontseite hat neben einem Power-Schalter, welcher übrigens, sobald Strom anliegt, das Gerät automatisch einschaltet, eine Umschaltung für die Frequenz/den Kanal, eine AF-Anzeige (kp was das ist), eine Anzeige für die Verbindungsstärke sowie einen Lautstärkeregler. Nichts ist überladen, mehr braucht man auch nicht!

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    Die Rückseite hat 2 Ausgänge, einen XLR und einen unsymmetrischen als Klinke. Neben der Umstellung auf MIC/LINE sowie einem Squelch-Regler, welcher Rauschen unterdrücken soll und natürlich den Anschluss an das Netzteil

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    Das Bodypack hat neben einem Ein-Ausschalter und einer Power LED nur noch einen Umschalter zwischen LINE und MIC, sonst wars das hier. Einen Mute-Schalter findet man nicht, dies ist sehr schade, da man so genötigt ist, entweder das Bodypack auszuschalten oder die Lautstärke auf 0 zu drehen, möchte man z.B. kurz nichts übertragen .

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    Das Headset im Set ist das HC 444 TCS Nackenbügel-Mikrofon, ebenfalls von t.bone, welches ein mitgeliefertes Mini-XLR-Kabel besitzt und somit auch für AKG kompatibel ist. Es handelt sich um ein Kondensator-Mic mit Nierencharakteristik und beiliegendem Windschutz, für normalen Gesang und Ansagen reicht das vollkommen!

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    Selbst mit Brille getragen ist das Headset sehr bequem und schränkt nicht ein, auch längere Zeit "am Ohr" störten mich überhaupt nicht, der Tragekomfort ist hier definitiv gegeben!
    (Nun wisst ihr übrigens auch, wie der komische Kauz, der sich hinter der SBux-Nixe versteckt, ausschaut)

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    Ich nutze die Anlage, um das Signal via XLR in meinen T4 einzuspeisen (ist es überhaupt noch erlaubt, zu sagen, man hat seinen T4 gern, bei all dem Genos-Hype?).

    Und was soll ich sagen? Die Anlage tut, was sie soll! Die Übertragung ist stabil (10m getestet), der Klang wirkt nicht verfremdet oder verfälscht, für meinen Zweck reicht das! Das Mikrofon ist in richtiger Position und stört mich nicht beim Singen, selbst mit Kopfhörer auf den Lauschern drückt hier gar nichts! Dank Funktechnik kann man nun ohne Probleme rumblödeln und mit der Gitarre Schei*e bauen, ohne dass irgend ein Kabel einen auf den Boden der Tatsachen zurückholt!.

    Fazit:
    Eine Drahtlosanlage für knapp 150€? Da kann man nicht viel erwarten. Und für den Preis erhält man angemessene Qualität. Die Übertragung funktioniert ohne Probleme, der Sound wird nicht schlechter ausgegeben, das Headset ist bequem, mehr kann man nicht verlangen.
    Die Verarbeitung ist dem Preis angemessen. Nicht hochwertig, aber wer sanft mit seinem Equipment umgeht, wird keine Probleme damit haben. Man sollte pfleglich mit dem Bodypack umgehen, ansonsten empfiehlt es sich, die Hälften vorsichtig mit Heißkleber oder Klebeband zu fixieren.
    Sehr ärgerlich ist ein fehlender MUTE-Schalter für den Sender, ein Workaround ist, die Lautstärke am Mixer oder Empfänger auf 0 zu drehen. Nicht besonders schön, aber darüber kann man hinwegsehen, wenn man bedenkt, was für das Geld an Technik ins Haus kommt!
    Für den Berufsmusiker ist dieses Set eher als Ersatz empfehlenswert, für alle, die hin und wieder mal singen oder aber nicht viel ausgeben wollen, gleichzeitig aber auch eine vernünftige Qualität wünschen, ist das TWS 16-Set ein guter Start in die Drahtlos-Technik!

    + Faires Preis-/Leistungsverhältnis
    + Anmeldefreie Frequenzen (14 Stück auf 16 Kanälen)
    + Inkl. Headset
    + Netzteil, Rackmount und Kabel bereits dabei
    + Headset bequem zu tragen
    + Stabile Verbindung auf 10m
    + Kein verfälschen von Klang

    - Keine Batterien im Lieferumfang
    - Kein MUTE-Schalter am Sender
    - Zweckmäßige Verarbeitung (nicht Pfui aber auch nicht Hui)
    Geändert von Mr.Tyros (01.02.2018 um 15:33 Uhr) Grund: Fotos funktionierten nicht
    No mum, that´s NOT Jack Sparrow, that´s Toumas Holopainen!!!


    Tyros4, MOTIF XF7, Pa3X Le Musikant, PC3Le6, KN5000, Fantom S

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