Keyboarderforum by Musiker Lanze

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  1. #11
    XL Member Avatar von Heidrun
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    Hallo Traugott,

    eine strafbare Handlung wird es, wenn Du selbst mit der Software auf Deinem neuen Keyboard weiterspielst, und auf Deinem Gebrauchtgerät die Software mitgibst.

    Eigentlich ist die Antwort ja ganz simpel, man muss doch nur mal den Spieß rumdrehn:

    Stell dir vor, DU bist der Softwareproduzent, der seine Produkte an einen Musiker verkauft.
    Der Musiker kauft von Dir aber lediglich eine Nutzung und nicht das Recht an deinen Urheberrechten.
    Wie bei Musik, Videos usw. - hier kaufst Du auch nur die Erlaubnis, sie nutzen zu dürfen - sie "gehört" Dir nicht, Du darfst hier auch nicht das damit machen, was dir so in den Sinn kommt!!!

    Und jetzt spinnen wir das weiter.

    Der Käufer Deiner Software kauft sich ein neues Keyboard und verkauft sein altes.
    Und weil er sich erhofft, beim Verkauf ein paar Euro mehr zu bekommen, preist er sein Gebrauchtgerät mit "10000 Midifiles und Styles" an und findet einen Käufer.
    Und somit ist Deine Arbeit nun bei einem weiteren Musiker gelandet, der keinen Cent dafür an Dich, den Urheber (der die viele Arbeit hatte) bezahlt hat.

    Findest Du das ok?
    Auch ohne hier die Strafbarkeit und den ganzen rechtlichen Part zu betrachten?
    Einfach aus der Sicht von Fairness und Achtung heraus gegenüber der Arbeit anderer, die davon leben müssen?

    Herzl. Gruß von Heidrun
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  2. #12

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    Ok, Ich glaube, diesbezüglich sind wir uns alle einig, daß in diesem Fall eine klassische Raubkopie erzeugt wird, was hoffentlich hier niemand gut heißen wird.Das kann für den Käufer oder den Verkäufer übrigens recht schnell in die Hose gehen, wenn der Käufer sich naiv an den Hersteller wendet und z.B. nach updates fragt und damit beweiskräftig dokumentiert, daß er eine Raubkopie hat - bzw anders heru, falls er es per Vertrag mitgekauft hat, der Verkäufer eine solche nutzt. Bei DVDs ist das ja die Masche, sie gebraucht zu verkaufen.

  3. #13
    Administrator Avatar von Handsome
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    Hallo, Heidrun - ich arbeite in der Softwarebranche und bin intensiv in SW-Herstell- und Vertriebsprozesse eingebunden.
    Aber Du hast ja klargestellt, dass eine Lizenz (in Deutschland) weiterverkauft werden darf. Das ist dann eine Lizenzübertragung - und ganz klar: Einzellizenzen dürfen NICHT kopiert und nach Verkauf vom Verkäufer weitergenutzt werden; sogenannte Sicherheitskopien sind dann zu vernichten.
    Die Nutzungsrechte z.B. an Midifiles dürfen sehr wohl weiterverkauft werden, wie das auch für CDs, DVDs, BDs mit Content drauf erlaubt ist - wie gesagt: Sicherungskopie muss gleichzeiTig vernichtet werden.
    Die Arbeit bzw. Leistung des SW-Urhebers ist mit dem Erstverkauf als abgegolten zu betrachten.
    Wer einen widersprüchlichen Passus in den AGBs hat, wird regelmäßig dessen rechtliche Unwirksamkeit im Streitfall erfahren.
    Wenn dann keine salvatorische Klausel vorliegt, sind die gesamten AGBs unwirksam.
    Ein anderes Modell ist das Mietmodell, bei dem keine dauerhafte Nutzungslizenz verkauft wird, sondern ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht - ein Beispiel dafür ist z.B. das neue MS Office Mietmodell.
    Für mich besteht da kein Fairness-Problem, solange der erste Verkaufspreis angemessen war und keine Raubkopien genutzt werden.
    Genau deswegen heißt es ja auch: COPYright bleibt bei Hersteller bzw. Urheber. Du hast aber ja auch „Appell“ drüber geschrieben.
    Cheers
    Traugott


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  4. #14
    XL Member Avatar von Heidrun
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    Hallo Ihr beiden,

    wir sind uns einig - und genau so hab ich es auch gemeint.

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    Herzl. Gruß von Heidrun
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  5. #15
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    Wer sich noch ein wenig näher mit der Weitergabe von Software befassen möchte, dem sei der Link empfohlen.
    https://irights.info/artikel/eugh-ur...ellschaft/7239

    Wie auch schon ansonsten geschrieben, kann rechtmäßig jegliche Software, egal ob Midifiles, Registrierungen oder Programme weiterverkauft werden.
    Hier geht es um den Verkauf oder Weitergabe einer Lizenzvereinbarung, die durch das Urteil des EuGH nicht tangiert wurde.
    Dies wurde früher nicht so für rechtlich zulässig erklärt und deshalb auch juristisch verfolgt.

    Das ist alles gut und richtig, doch besteht ein weiter Unterschied in der Verwirklichung. Es ist kaum jemanden nachweisbar, wenn er dennoch die Software behält und parallel weiter nutzt.

    Insofern sollte man Heidruns Beitrag als moralischen Appell verstehen und nicht als juristische Äußerung.
    Gruß Lutz

  6. #16
    Gott Avatar von TMT
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    In der Praxis sehe ich es jedoch so, das auch 1000 Midifiles oder Soundsets eine gebrauchte Hardware um keinen Cent teurer machen. Kann sein das das andere anders empfinden und sicherlich ist es auch von dem Umfang sowie der Qualität der Soundsets/Softwares abhängig, aber ganz ehrlich, wer ein Key mit Zubehör verkauft, der steigt i.d.R. völlig und ganz um, da wird nichts mehr vom Alten gebraucht. Ich denke an dieser Stelle ist für die Branchen die Angst übertrieben dargestellt. Raubkopierer und strafrechtl. Vertreiber, das ist ein anderes Thema, wir reden hier ja eher vom Key-End-Kunden, der is froh, wenn das Ding noch läuft und wenn die dazugehörigen Softwares noch zum Laufen gebracht werden können... ...für mich ist das hier kein Thema.

    René
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  7. #17
    XL Member Avatar von Heidrun
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    Danke Lutz.

    Aber was ist dann damit?? Alles nichtig?

    http://www.mhv-online.de/midi-legal/

    http://www.mhv-online.de/urteile/


    Das was in Deinem Link 2012 geschrieben wurde, können wir noch nicht glauben.
    Denn dann hätte derjenige, der die Software herstellt und rechtmäßig vertreibt, ja echt die A.... karte gezogen.
    Jeder könnte dann mit unserer Arbeit das große Geschäft machen, - na Prost!!
    Wenn das falsch ist, verliert man jeglichen Spaß, sich für andere noch so ins Zeug zu legen...

    Wir lesen auf den Seiten des Midifile Hersteller Verband auch dieses:

    http://www.mhv-online.de/midi-legal/die-rechtslage-bei-midi-files/

    Im Jahr 2015:
    http://www.mhv-online.de/weitere-121...unzugaenglich/

    Und außerdem hätten wir letztes Jahr vor Gericht bestimmt auch keine Chance gehabt, einen Rechtsstreit mit einem Software-Raubkopierer zu gewinnen.
    Der hat ihn übrigens eine höhere vierstellige Summe gekostet.

    LG Heidrun
    Geändert von Heidrun (31.10.2017 um 17:22 Uhr)
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  8. #18
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    Zitat Zitat von Zierenberg Beitrag anzeigen
    In der Praxis sehe ich es jedoch so, das auch 1000 Midifiles oder Soundsets eine gebrauchte Hardware um keinen Cent teurer machen.
    Da kann ich dem Rene eigentlich recht geben. Verkaufst Du Dein Keyboard mit der Option, dass es dann dazu noch jede Menge an Midifiles, Styles etc gibt, dann spielt dass bei dem Preis den Du ansetzt eine für den Käufer untergeordnete Rolle was es dahingehend alles zusätzlich gibt. Es bringt beim Verkaufspreis nur unwesentlich mehr. Du kannst Dein Key ohne die Software auch zu dem Preis anbieten denn die wenigsten interessiert das Zubehör sondern eben die Hardware selber. Der Rest was es noch alles dazu gibt spielt für die wenigsten erst mal eine Rolle und man erhöht damit kaum seine Chancen das Key schneller und besser zu verkaufen.

  9. #19
    XL Member Avatar von Heidrun
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    Aber es verschafft Dir trotzdem einen Wettbewerbs-Vorteil gegenüber dem, der "sauber" bleibt.

    Was kaufst Du lieber:

    Tyros5/76
    Keyboardstativ

    oder

    Tyros5/76
    Keyboardstativ
    1000 Midifiles
    500 Styles

    ???

    Und was ist mit demjenigen, der diese Software hergestellt hat?
    Der wird weder die Midifiles noch die Styles jemals an den Käufer des 2. Pakets verkaufen.

    Folglich:
    Indirekt klar geschäftsschädigend!



    Und:
    Wenn es keinen Vorteil bringt:
    Wozu machen es dann so viele Verkäufer????
    Geändert von Heidrun (31.10.2017 um 14:57 Uhr)
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  10. #20
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    Ich glaube wir haben uns da ein klein wenig falsch verstanden.
    Was ich damit ausdrücken wollte ist, dass manche denken, wenn Sie ihr Key verkaufen und legen dann noch jede Menge an Styles, Midifiles mit bei, dass sie damit einen höheren Verkaufspreis erzielen. Dem is in der Regel nicht so, weil die Käufer erst mal nur das Key selber interessiert.
    Ansonsten geb ich Dir natürlich recht. Verkauft jemand und nutzt aber die Software, die er eben verkauft hat weiterhin selber, dann isses nicht legal.

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