Keyboarderforum by Musiker Lanze

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  1. #1
    XL Member Avatar von Heidrun
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    Ausrufezeichen Keyboardwechsel: Ein Appell der Software-Produzenten

    Hallo miteinander,

    viele von Euch überlegen sich zur Zeit, ob sie den Genos kaufen
    oder vielleicht auf ein gebrauchtes, aktuelleres Keyboard aufsteigen wollen.

    Die meisten von Euch haben vermutlich Software auf ihrem Keyboard,
    die nicht zu 100% von ihnen selbst erstellt ist.
    Und machen sich vielleicht wenig Gedanken darum, was damit passiert,
    wenn es zum Verkauf ihres seitherigen Keyboards kommt.

    Wer schon einmal versucht hat, professionelle Keyboard-Software herzustellen
    und zu verkaufen, weiß, dass man dazu nicht nur ein hohes musikalisches
    und technisches Können braucht, welches nur durch langjährige Erfahrung
    und viel Fleiß und Engagement wachsen konnte.

    Durch zunehmende Software-Piraterie wird es immer schwerer,
    durch diese Arbeit das tägliche Brot zu verdienen.
    Die Software-Firmen bitten Euch daher:

    Seid fair zu uns beim Verkauf Eures Keyboards, formatiert nach dem Sicherstellen
    aller Eurer Daten die Keyboard Festplatte und leert auch den kompletten Userspeicher.*

    Laut der AGB ist Keyboard-Software eh IMMER personen-bezogen,
    und darf nicht weiterverkauft oder verschenkt werden.
    Auch z.B. Yamaha Premium Packs sind davon betroffen!

    Bitte macht Euch bewusst:

    Ihr bringt mit einer Zuwiderhandlung nicht nur Euch, sondern auch den Kãufer
    Eures Keyboards in Schwierigkeiten, denn Ihr werdet beide mit solch einem Tun
    zum Raubkopierer, was strafbar ist.

    Um Euch die Entscheidung zur Fairness etwas leichter zu machen,
    gibt es hier eine Überraschung, die künftig Euren Geldbeutel schont:

    Software-Aktualisierungen gibt es in unserem Onlineshop ab sofort
    im Falle eines Keyboard-Upgrades dauerhaft KOSTENLOS.

    Soll heißen, Ihr könnt künftig ohne Zusatzkosten Eure einmal bei uns
    gekaufte Software zum Nulltarif auf den neuesten Stand bringen.


    Wir wünschen Euch jetzt schon ganz viel Freude mit Eurem neuen Keyboard,
    und viel Erfolg beim Verkauf Eures "Gebrauchten'", bei dem wir Euch gerne
    kostenlos mit unserem Soundwonderland Pinboard unterstützen.

    Herzliche Grüße von Heidrun und ihrem Soundwonderland Team

    -------------------------

    * Am besten zuerst unter Function - Utility - System Reset ein Komplett-Backup
    auf die Keyboard Festplatte speichern.

    Dann im Storage Mode mit USB Kabel das Keyboard mit dem Computer verbinden.
    Kompletten Festplatten-Inhalt auf den Computer kopieren.

    Hab ich was vergessen? ;-)

    Ganz zuletzt unter Function - Utility - Media - Format die HD1 Festplatte formatieren.
    Und dann auch den kompletten Userspeicher unter Function - Utility - System Reset - Factory Reset
    in den Werks-Zustand zurück bringen.

    Jetzt ist Euer Keyboard bezüglich Software bereit zum Verkauf.
    Geändert von WS-Musik Support (21.10.2017 um 09:55 Uhr) Grund: Link korrigiert
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  2. #2
    Newbie Avatar von mkueppers
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    Standard

    Liebe Heidrun,

    wird bei der Formatierung der Festplatte auch das Betriebssystem gelöscht? Hätte das eine Bedeutung?

    Liebe Grüße Michael

  3. #3
    Profi Member Avatar von Music4Life
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    Standard

    Da wird natürlich nix gelöscht. Das wäre als "einfacher"Anwender nicht möglich.
    Heidrun bezieht sich auf den USR Speicher.

  4. #4
    XL Member Avatar von Heidrun
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    Standard

    Gut mitgedacht, lieber Michael!!!
    Aber da ist keine Gefahr.

    Erinnere Dich vielleicht auch an die Vorgänger-Keyboards, bei denen die Festplatte nicht unbedingt
    gleich von vorn herein mit dem Keyboard mitgeliefert wurde.
    Da wär dann ja folglich auch kein Betriebssystem auf dem Keyboard gewesen.

    Wobei - ich versteh Deine Gedanken schon:

    Unsere Keyboards sind für viele Spieler Musikinstrumente und keine Computer.
    Und für die stellt sich nicht die Frage, wo was nun genau abgespeichert wird oder wurde.
    Allzu verständlich!



    Herzl. Grüße von Heidrun
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  5. #5

    Standard

    Wie sieht es eigentlich mit den rechtlichen Randbedingungen aus? Im Bereich PC ist es ja inzwischen höchstrichterlich gestattet, SW weiter zu veräussern, sofern das nicht ausdrücklich durch Lizenzmodelle ausgeschlossen wird (oder faktisch durch auslaufende Lizenzmodelle, Abos) unmöglich ist. Gibt es dazu Urteile?

    Ehrlich gesagt, sehe Ich keine Rechteverletzung oder gar Piraterie darin, mein Keyboard komplett zu verkaufen. D.h. inklusive allem Zubehör, was dazu mal angeschaft wurde - konkret mit Bezug zum Thema auch Styles, die Ich erworben habe und Windows-Editor (wobei es für die SW so ziemlich nichts gab). Noten und Bücher verkaufe Ich ja auch weiter, samt der "Software" die darin inbegriffen ist und damit dem Recht, es zu nutzen. Ich nutze es ja nicht weiter und kann es auch ohne das KB gar nicht nicht nutzen. Es wird dem Hersteller gegenüber einfach nur ein User gegenüber dem anderen ausgetauscht und der KB-Verkäufer kauft dann wieder ein Neues. Von der Gesamtmarktsituation bleibt sich das gleich. Eine Piraterie läge dann vor, wenn Ich SW weiternutze / dupliziere und sie damit anderen zugänglich mache, die nicht dafür gezahlt haben; es also mehr User als Lizenzen gäbe. Das Einzige was passiert ist, dass die Software, die man ein Leben lang hätte nutzen dürfe, von einem anderen weitergenutzt wird, statt von mir und Ich mir was Neues hole, statt er.

    Ok, man kann natürlich unterstellen, daß so mher Nutzungszeit entsteht und im anderen Fall etliche SW - da veraltet und überholt - früher weggeworfen wird, aber da sehe nur ein marktechnisches - kein rechtliches Problem. Eine SW die ohne Limitierung verkauft wird, kann auch infinit benutzt werden, z.B. auch von den Erben.

    Machen wir es mal anschaulich:

    Im konkreten Fall ging ein Keyboard samt eigener Styles dafür, erworbener fremder Styles dafür, angepasster Samples dafür und passendem PC mit Windows XP, Soundkarte mit Treibern und OEM-Software sowie Keyboard-spezifischer PC-Software vom Hersteller und auch anderer nicht-keyboardspezifischer MIDI- und PC-Software (Steinberg) als Paket "über die Theke".

    Worin nun unterscheidet sich jetzt rein rechtlich die Style-Software und die Editor-Software (Drittquelle) einerseits vom WinXP und der Audiosoftware oder auch den Treibern für die Soundkarte andererseits?

    Welche konkrete Leistung wird hier personenspezifisch lizensiert und ist damit besonders schützenswert?
    Geändert von engineer (22.10.2017 um 20:39 Uhr) Grund: präuisiert

  6. #6
    XL Member Avatar von Heidrun
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    Standard

    Es gibt bei Software schon Rechtsprechungen, aber solche, über die man teilweise echt nur den Kopf schütteln kann.
    Für mich gibt es hier nur diese Logik:

    Wenn ich Software auf einem Datenträger kaufe, und sie nicht woanders drauf "sicherheitskopiere", spricht nicht echt was dagegen, dass ich den Datenträger weiter verkaufe - sofern der Software-Hersteller dies nicht ausdrücklich in seinen Nutzungsbedingungen verbietet.
    Gäbe es einen Dongle, wäre die Sache ganz schnell klar: Den können keine 2 Leute gleichzeitig verwenden.

    Nur in dem Moment, wo ich selbst die Software weiter verwende, und sie weiter verkaufe, hab ich ja ein Duplikat hergestellt, welches eine weitere Person nutzt. Dadurch habe ich dem Hersteller einen potenziellen Kunden weg genommen und ihn direkt geschädigt.

    Was aber jetzt, wenn die Software herunter geladen wird, und es darauf keinen Kopierschutz gibt - wie bei unserer Keyboard-Software?

    Wenn man keine faire Kundschaft hat, die hintenrum die Software nicht weitergibt, ist das langfristig kaum zu Überleben.
    Dazu ist die Arbeit einfach zu intensiv.
    Und umsomehr, wenn man den Schwerpunkt (wie in unserem Fall) ganz klar auf Klasse und nicht auf Masse legt.
    Da gehen schnell mal einige Wochen (manchmal sogar Monate) ins Land, bis ein ausgereiftes Produkt auf den Markt kommt - und nicht im Tagesrhythmus.

    Ich kann nur immer wieder sagen, dass sich die Keyboarder ins eigene Fleisch schneiden, die allzu sorglos mit der Software umgehn.
    Denn wenn sich das Geschäft nicht mehr lohnt, bleibt nichts anderes als den Laden dicht zu machen.
    Oder die Qualität muss zwangsläufig abnehmen, demit man mehr Produkte raus bringen kann.

    Herzliche Grüße von Heidrun
    Geändert von Heidrun (22.10.2017 um 22:33 Uhr)
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  7. #7
    Elite Member Avatar von Balou
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    Liebe Heidrun,

    ich stimme Dir voll und ganz zu! Trotzdem möchte ich mir folgende Anmerkung erlauben:

    Es gibt heutzutage diverse fertige Kopierschutzsysteme, die man als Entwickler relativ einfach in seinen Sourcecode einbinden kann. Midiland macht das z.B. für seinen Optimizer, oder Steinberg oder Waves für alle seine Produkte. Natürlich kostet das letztendlich den Kunden etwas mehr, aber ein iLock wurde genau gegen Piraterie entwickelt. Ich finde das gehört heutzutage dazu und macht eine dahingehende Diskussion von vornherein überflüssig. Und der Entwickler kann ruhig schlafen!

    Liebe Grüße

    Balou

  8. #8

    Standard

    Damit wir uns richtig verstehen, Ich spreche ausdrücklich von der legalen Weitergabe an eine Person und Auflassung der Nutzung. Selbstredend ist es nicht akzeptabel, SW zu kopieren. Jetzt wissen wir natürlich, dass das gerade bei Styles durchaus üblich war und die, die das gemacht haben, wussten was sie tun. Ich kann mich noch an die Musikforen der 90er und frühen 2000er erinnern, wo sie alles getauscht haben, was irgendwie in eine email passte.

    Ich selber war auch davon betroffen! Ich habe ja selber Sample und Styles angeboten und auch verkauft, musste dann aber feststellen, daß die Sachen an allen möglichen Orten auftauchten - z.B. auch in Produktionen. Daher habe Ich das aufgegeben. Die Roland Variophrases waren z.B. sowas.

    Von der anderen Seite her beleuchtet ist daher ein Kopierschutz das Mittel der Wahl, soweit sich das machen lässt. Allerdings erlebe Ich es auch, daß manch ein Hersteller seine Sachen so stark schützt und personalisiert, daß man schon in der Funktion eingeschränkt ist. Erfahrungen habe Ich da vor allem mit technischer Software und dongles, die dann allenthalben nicht funktionieren oder onlne-Bindungen an bestimmte PCs, was dzu führt, dass die Kunden entnervt verschwinden.

    Stellt sich jetzt die Frage, welche Möglichkeiten es gibt, SW auf Keyboards so zu schützen, daß sie nicht kopiert wird. Eine Möglichkeit: Eingriff über das OS auf die Seriennummer der Hwardware und fest codieren und damit an ein KB binden. Damit:

    1) Software verschenkt -> geht nicht, weils nicht funkioniert
    2) Keyboard verkauft, Software auch weg. Es bleibt bei einem Nutzer.

    Wo Ich meine Probleme habe sind die Fälle:

    3) Keyboard verkauft -
    4) Keyboard kaputt
    5) Keyboard geklaut

    In den drei Fällen darf die Software nicht wirkungslos werden.

  9. #9
    XL Member Avatar von Heidrun
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    @engineer

    Da sind wir dann bei den Packs, die z.B. nur über einen YEM importiert werden können und nicht mehr einfach per Copy -> Paste?

    Leider ist das Handling, solche Packs zu schnüren, extrem aufwändig, teuer und auch für den Produzenten schlecht reparabel, falls noch Fehler festgestellt werden. Denn das Schnüren dieser Pakete liegen eventuell in den Händen anderer.
    Hab schon erfahrenn, was da los ist, wenn in einem Yamaha Expansion Pack was repariert werden muss....

    Und der Kunde kämpft dann auch mit schlechterem Handling und Speicher-Begrenzung z.B. durch ein nicht ausreichend großes Expansion-Board.

    Midifiles und Styles, die man nicht in solche Pakete einbindet, lassen sich meines Wissens nach nicht kopierschützen.
    Sondern nur ein Copyright rein schreiben, aber das hilft nicht gegen Missbrauch.


    @balou - ja, aber auch nur, wenn der Hersteller gleichzeitig auch der Hardware-Programmierer ist?
    Jemand, der nur Midifiles und Styles verkauft, stellt nicht auch gleich Geräte her!


    ;-)
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  10. #10
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    Halo, Heidrun -
    Verständnisfrage zu Deinem ersten Beitrag:
    Willst Du damit aussagen, dass bei einem Weiterverkauf einen Keyboards inclusive Sounds, Styles etc., die vom Vorbesitzer lizensiert wurden und explizit mit dem Keyboard zur alleinigen Nutzung des Nachbesitzers mitverkauft werden, eine strafbare Handlung sein soll?
    Grüße aus Hemer
    Traugott


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