Keyboarderforum by Musiker Lanze

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  1. #1
    Administrator Avatar von Handsome
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    Standard iOS Garageband - DAW, DM, LP, PP, SP

    Bei einer Vorstellung von iOS Musik-Apps ist schon fast Pflicht, mit der bekanntesten Apple-eigenen Garageband zu beginnen.
    Die gibt es schon seit dem Erscheinen vom iPad 2, funktioniert auch auf dem iPad 1 und hat sich inzwischen schon sehr gemausert.
    Allerdings läuft afaik die neuste Version auch nur ab iPad4 aufwärts und braucht eben auch mehr Rechenpower als die vorhergehenden
    Versionen. Aber Apple lässst immer noch zu, dass für die älteren iPads eine frühere Version ladbar ist.
    Ich beziehe ich mich hier auf die zum Zeitpunkt der Niederschrift neuste Version und NUR die für iOS - wie wohl bekannt, gibt es
    Garageband schon länger für OS X bzw. macOS, dem Betriebssystem für die "großen" MACs. Für/mit einem Mac ist Garageband auch "etwas"
    mächtiger. Zur Zeit kann man die App wieder kostenlos runterladen.

    Garageband ist eine "All-in-One" App zur Songproduktion mit dem iPad. Und wirklich finden sich alle Funktionen, die für eine "Reinschnuppern"
    in eine Songproduktion notwendig sind (und ein paar mehr), aber eben mal wieder Apple-like. Eine wirklich professionelle
    Produktion ist imo damit nicht möglich, da dann doch wieder wesentliches nicht oder nur rudimentär vorhanden ist (z.B. die MIDI-Unterstützung),
    aber wer sich mal (als Newbie) kostenlos mit Musikproduktion beschäftigen will, der ist hier völlig richtig.
    Auch für das Jammen eignet sich Garageband gut, allerdings sollte dann schon ein neueres iPad genutzt werden, um Latenzen zu minimieren.

    Nach dem Starten der App gibt es erstmal 2 Modi, die genutzt werden können: ein Songmodus oder eine Art Instrument-Modus
    (es wird immer der angezeigt, der zuletzt genutzt wurde bzw. initial der Instrument-Modus).

    Im Instrument-Modus zeigt sich Garageband mit einer Darstellung einer Art "Schiebefenster", von der jeweils eine bestimmte
    Instrument-Art gerade im Fokus steht: Gitarre,Welt (zeigt eine Pipa), Streicher, Bass (Guitar),Keyboard, Drummer (für eingebaute automatische Drumloop Generation),
    Drums (Beats selbst erstellen), AMP (FX Sparte für Guitarsounds oder andere), Audio-Recorder (Mikrofon-basiered), Extern (Für IAA und AU; sehr wichtig zur
    Einbindung externer Apps bzw. Geräte).
    Jede Instrument-Art ermöglicht entweder das direkte Generieren eines Loops bzw. Parts für den Song, der gerade kreiiert wird.
    Jedes "Instrument" kann aber auch "einfach" dazu verwendet werden loszujammen.
    Apple hat sich pro Instrument auch einige sehr nette Spiel- und Kompositionshilfen ausgedacht:
    Als Beispiel:
    Bei Keyboard findet sich die Auswahl "Smart Piano". Wenn ausgewählt erscheint eine Art vertikale MultiPad Darstellung, bei der neben den Grund-
    Tönen auch gleich ganze Akkorde mit nur 2 Fingern getriggert werden können. Eine Umschaltung auf normale Klaviatur-Darstellung geht aber auch.
    Obendrauf gibt es noch eine Autoplay-Funktion, die es ermöglicht, automatisch Phrasen zu den "angeschlagenen" Pads zu generieren (4 PhrasenTypen).
    Noch dazu gibt es auch einen Arpeggiator, der allerdings nicht ganz so komplexe Arpeggien ermöglicht.
    Zuschaltbares Sustain ist ebenso vorhanden und auch ein Metronom.
    Unter dem Instrument Keyboard gibt es auch einen Sampleplayer, der sich allerdings auf Samples durch Mikrofonaufnahme beschränkt.

    Da Garageband diese Instrumente nun für die Songgestaltung vorsieht, kann aus JEDEM Instrumentmodus heraus auch direkt eine Aufnahme gemacht werden,
    die auch DIREKT durch Einblenden von Abmischfunktionen inkl. einiger FX "songfertig" eingespielt werden kann.

    Die "Smart-Funktion" gibt es für jedes unter Garageband spielbare Instrument - jedes Instrument bietet auch je eine Auswahl der besagter Instrumentengattung
    zugehörigen Varianten (es gibt als nicht nur einen Piano-, Guitar- oder Streichersound; es gibt auch mehrere Drumkits).

    Hier jede mögliche Funktion zu beschreiben würde viele, viele DIN A4 Seiten füllen - am meisten Spaß macht es, sich Garageband mal zu laden und selber
    auszuprobieren - dat Dingen kann echt SEHR viel.

    Im Songmodus seht Ihr dann das bekannte Multitrack-basierende Songsheet, in das die Soundloops/Eure LoopsCreations/WAVs/MP3s bzw. sogenannte Appleloops
    direkt eingefügt werden können. Bitte beachten, dass Garageband unter iOS noch nicht über eine automatische Audiostretching Funktion verfügt.
    Da aber JEDER Track, auch selektiv, nachbearbeitbar ist, ist das Anpassen eines externen Samples bzw. Loops mit etwas Übung machbar.
    Im Songmodus gibt es auch ein paar weitere FX, die dann aber nicht mehr Track-spezifisch anwendbar sind.

    Ansonsten entsprechen die vorhandenen Funktionen hier einer einfachen DAW. Ab iPAD4 können bis zu 32 Tracks pro Song genutzt werden, darunter bis zu
    16 Tracks. Drum Tracks können zwar miteinander synchronisiert werden, aber ich habe keine Möglichkeit gefunden, z.B. 2 Tracks miteinander zu verschmelzen, damit
    ggf. noch mehr Tracks "angebaut" werden können. Allerdings sind 32 Tracks schon eine ganze Menge für ein Mobilgerät - auch auf meinen neuen iPad Pro 12.9
    ist das schon ganz schön voll auf dem Screen.

    Man/frau kann eigene Songs speichern,laden, mit anderen teilen (via Apple Cloud) - es gibt auch Songs für die Garageband im Web zu finden bzw. zu kaufen.
    Die o.g. Apple-Loops sind ebenfalls leicht findbar und erwerbbar mit teilweise SEHR guter Qualität.

    Die eingebauten Sounds der Garageband sind gut, allerdings keine wirklichen akustischen Neuheiten. Dabei hilft dann der Extern-Modus, der das Einbinden
    externer Applikationen (wie z.B. Moog Model 15) ermöglicht - allerdings eben nur als Audio.
    Leider hat sich Apple die Firma Camel Audio einverleibt und "versucht", die vormals sehr gute Alchemy App in Garageband zu integrieren.
    Bisher ist das imho aber nicht gelungen. Immerhin hat Garageband für iOS damit etwas eigene Synthesizerfunktion bekommen. Die MAC-Version kann ich
    nicht beurteilen.

    Die MIDI-Steuerung ist leider nur rudimentär implementiert - einschaltbar ist nur Bluetooth-Midi (incl. Midiclock von Garageband).
    Das funktioniert zwar gut, ist mir persönlich aber nicht so lieb, da ich mit Latenzen durch Bluetooth Connects schlechte Erfahrungen gemacht habe.
    Beim Einspielen von Phrasen ist das aber sicher nicht so von Bedeutung. Wer sich etwas auskennt, kann auch über externe Tools und eben die "Extern"
    Funktion eine Midi-Steuerung "von außen" nutzen.
    Midi-Files einladen und abspielen bzw. als Midi-File abspeichern geht leider (derzeit) garnicht. Mit (Midi-)Styles kann Garageband also auch nix anfangen.

    Und bevor ich es vergesse: Garageband bietet auch eine MPE-Unterstützung (Multidimensional Polyphonic Expression) - das hab ich zur Vorbereitung dieses
    Berichtes entdeckt, aber noch nicht probiert - als Seaboard-Owner steht das aber ganz oben auf meine To Do Liste.

    Und nochwas:
    ich hab ja auf das iPad Pro gewartet, da ich gehofft hatte, dass ich ggf. schon 3D Touch bei Garageband nutzen kann. Geht aber leide noch nicht.
    Das kommt wohl erst mit iOS 11...ich werde dann ergänzen.

    So - dies ist meine Kurzvorstellung zur Garageband App. Ich hab BEI WEITEM nicht von allen Features hier berichtet und schon garnicht in jedem Detail.
    Ich will Euch Appetit machen auf diese aktuell KOSTENLOSE Apple App - wer ein iPad hat, sollte sie unbedingt ausprobieren. Ich verspreche jede Menge Spaß
    und auch "Oha"-Effekte.

    Lasst mich bitte wissen, ob mein Bericht für Euch aussagekräftig genug ist oder ob Ihr Euch (wo/wie auch immer) Ergänzungen wünscht.

    Viel Spaß mit der iOS Garageband App und haltet Euch munter

    Cheers

    Traugott

  2. #2
    Administrator Avatar von Musiker Lanze
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    Danke für die Beschreibung der App. Das is sicher für einige aus dem Forum interessant zu lesen.
    Kleiner Tipp am Rande:
    Um es auch optisch etwas näher zu bringen wäre es eventuell sinnvoll hie und da einen Screenshot mit zu posten.

    PS ich selber nutze Garage Band ab und an zum "Rum spielen"...feine Sache finde ich und man kann damit schon echt gute Ergebnisse erzielen.

  3. #3
    Member Avatar von ffb
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    Hallo liebe Musik Freunde, seit zwei Jahren ich benutze Korg iM1 und Korg Module app.Nur für schnelle brauchbare sounde auf Midi Key Edirol, zusammen mit Yamaha psr 770.App iM1 nur ipad, Module iPhone und iPad.

  4. #4
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    Lanze hat recht...Werde mir noch die Mühe machen und ein paar Screenshots an das Topic hängen !
    BTW die KORG Apps stehen noch auf meinem Plan zu den Berichten. Die sind echt gut und als bekennender Korg-ianer hab ich mir fast alle zugelegt...öhöm
    Cheers. Traugott


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